Stand 2026-06-05

Wenn die ersten Mehlschwalben aus ihren afrikanischen Winterquartieren zurückkehren und über Idar-Oberstein oder den Dörfern unserer Verbandsgemeinden kreisen, ist der Sommer nicht mehr fern. Doch der Schein trügt: Der Bestand der flinken Flugkünstler ist dramatisch eingebrochen – bundesweit um fast 50 %. Als NABU Kreisgruppe Birkenfeld möchten wir gemeinsam mit Ihnen dafür sorgen, dass unsere Region zwischen Nahe und Nationalpark ein sicherer Hafen für diese geschützten Vögel bleibt.

Früher gehörten Schwalbennester ganz selbstverständlich zum Ortsbild. Heute finden die Vögel jedoch kaum noch Halt an modernen, glatten Fassaden. Ein weiteres Problem ist der Mangel an Baumaterial: Schwalben benötigen feuchten Lehm für ihre Nester. In unseren teils stark versiegelten Siedlungsräumen finden sie jedoch kaum noch offene Lehmpfützen.
Besonders spannend für uns im Kreis: Während der Nationalpark Hunsrück-Hochwald als „Hotspot der Biodiversität“ ein gewaltiges Reservoir an Insekten bietet, das als Nahrungsquelle dient, nisten die Mehlschwalben bevorzugt in unseren direkten Nachbarschaften. Wir müssen also vor unserer eigenen Haustür aktiv werden.
Der Hauptgrund für Konflikte ist oft der herabfallende Kot an Fassaden oder über Haustüren. Doch hier gibt es eine einfache und effektive Abhilfe:
Es ist gesetzlich verboten, Schwalbennester zu beschädigen oder zu entfernen – dies gilt sogar im Winter, wenn die Vögel im Süden sind. Wer Nester mutwillig zerstört, begeht eine Ordnungswidrigkeit, die mit hohen Bußgeldern geahndet werden kann.
Sollten Renovierungsarbeiten anstehen, planen Sie diese bitte außerhalb der Brutzeit (am besten zwischen Oktober und Februar) und stimmen Sie sich frühzeitig mit der Unteren Naturschutzbehörde (UNB) in der Kreisverwaltung Birkenfeld ab.
Wir im Kreis Birkenfeld haben durch unsere Bodenbeschaffenheit (das lehmige „Rotliegend“) eigentlich gute Voraussetzungen. Helfen Sie den Schwalben beim Nestbau:
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