
Er ist flink, neugierig und extrem anpassungsfähig: Der Steinmarder (Martes foina) hat sich als sogenannter „Kulturfolger“ perfekt auf ein Leben in der Nähe des Menschen eingestellt. Doch während er in freier Natur ein faszinierender Jäger und wichtiger Bestandteil unseres Ökosystems ist, sorgt seine Nähe in Dörfern und Städten oft für gemischte Gefühle.
Wir vom NABU Birkenfeld möchten euch diesen heimlichen Nachbarn näher vorstellen und zeigen, wie ein friedliches Zusammenleben funktionieren kann.
In der menschlichen Wahrnehmung gerät der Marder oft zu Unrecht in Verruf. Dabei erfüllt er eine wichtige Funktion im Naturhaushalt: Als Vertilger von Mäusen und Ratten ist er ein kostenloser und biologischer Schädlingsbekämpfer in unseren Gärten und landwirtschaftlichen Betrieben.
Da natürliche Felsspalten und Baumhöhlen in unserer Landschaft seltener werden, nutzt der Steinmarder gerne Scheunen, Gartenlauben oder gemütliche Dachböden als Tagesverstecke. Das nächtliche Poltern, Kratzen und die Hinterlassenschaften können für Hausbesitzer jedoch zur Belastung werden.
Auch das Phänomen der zerbissenen Kabel im Auto ist bekannt. Wichtig zu wissen: Marder beißen nicht aus Appetit in die Schläuche, sondern aus Revierneid. Riecht ein Marder im Motorraum den Duft eines vermeintlichen Konkurrenten (etwa weil das Auto zuvor in einem anderen Marderrevier geparkt wurde), verteidigt er sein Territorium mit teils rabiaten Bissen.
Der Steinmarder unterliegt dem Jagdrecht. Das bedeutet: Das Fangen, Verletzen oder Töten der Tiere ist strengstens verboten und steht unter Strafe! Zudem haben Marder im Frühjahr eine gesetzliche Schonzeit, da sie in dieser Zeit ihre Jungen aufziehen.
Wer den Marder im Haus oder Auto wieder loswerden möchte, sollte auf Vergrämung (Vertreibung) und Prävention setzen:
Habt ihr in eurem Garten schon Entdeckungen gemacht oder Fotos von Mardern schießen können? Erzählt uns gerne davon oder schickt uns eure Schnappschüsse!
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